Was ist Lactoferrin? Das noch unbekannte Immunprotein einfach erklärt

Lactoferrin ist ein natürlich vorkommendes Immunprotein, das unter anderem in der Muttermilch enthalten ist. Doch welche Wirkung hat Lactoferrin im Körper, welche Rolle spielt es für Immunsystem und Eisenstoffwechsel und woran erkennt man hochwertiges Lactoferrin? Dieser Artikel gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.
Lactoferrin in fünf Sätzen
Lactoferrin ist ein Immunprotein und Eisentransporter, rund 160 Millionen Jahre alt und bei allen Säugetieren fast unverändert [1].
Das Protein steckt in der Muttermilch jedes Säugetiers: 5 bis 7 Gramm pro Liter im Kolostrum, 1 bis 2 Gramm in reifer Muttermilch [2].
Für Nahrungsergänzung wird Lactoferrin aus Kuhmilch gewonnen. Es passt an dieselben Andockstellen auf menschlichen Zellen wie das körpereigene und regt die eigene Produktion an [3, 4].
Es ist der sanfteste und zugleich effektivste Eisenregulator, den es gibt, und wehrt gleichzeitig Bakterien und Viren ab.
Es wirkt an den Grenzflächen zur Umwelt: in Tränen, Speichel, Nasenschleim, in der Darmschleimhaut und in den weißen Blutkörperchen.
Was ist Lactoferrin? Ein besonderes Protein einfach erklärt
Der Name sagt schon das Wichtigste: Lacto steht für Milch, Ferrin für den Eisentransport, wie beim verwandten Transferrin im Blut. Natürlich kommt Lactoferrin unter anderem in der Muttermilch vor, besonders konzentriert im Kolostrum. Lactoferrin ist ein Protein, das aus zwei Hälften besteht. Jede dieser Hälften kann Eisen in Form eines Eisenatoms sehr fest binden.
Zwei Eigenschaften machen es besonders. Erstens bindet es Eisen etwa 300-mal fester als sein Verwandter Transferrin und hält es auch im sauren Milieu fest, also genau dort, wo Entzündung und Infektion herrschen [1]. Dabei kann Lactoferrin mehr als das Fünffache seiner ursprünglichen Eisenladung zusätzlich binden. Zweitens hat sich das Molekül über Millionen Jahre bei allen Säugetieren kaum verändert. Deshalb funktioniert Lactoferrin aus Kuhmilch im Menschen: Es wird im Darm über denselben Rezeptor aufgenommen wie das körpereigene [3].
Und es bewirkt noch etwas, das viele überrascht. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie über zwölf Monate stieg unter Einnahme von Rinder-Lactoferrin die körpereigene Lactoferrin-Produktion, und zwar bei 3 Gramm täglich deutlich stärker als bei 1,5 Gramm [4]. Normalerweise nimmt die eigene Produktion mit dem Alter ab. Die Einnahme dreht diesen Trend um.

Ein Hinweis zur Sprache: Lactoferrin ist zwar chemisch ein Protein, aber es als solches zu bezeichnen führt in die Irre. Es dient nicht der Versorgung mit Aminosäuren, sondern erfüllt spezifische Aufgaben im Immunsystem und Eisenstoffwechsel. Immunprotein und Eisentransporter trifft es daher genauer.
Wo kommt Lactoferrin natürlich vor?

Als körpereigenes Protein kommt Lactoferrin in unterschiedlichen Körperflüssigkeiten und Sekreten vor. In der Tränenflüssigkeit liegen 1,5 bis 2,2 Milligramm pro Milliliter. Besonders hohe Konzentrationen finden sich in der Muttermilch: im Kolostrum 5 bis 7 Milligramm und in reifer Muttermilch 1 bis 3 Milligramm pro Milliliter. Dazu kommen Speichel, Nasensekret und die Schleimhäute des Urogenitaltrakts. Im Blutplasma ist die Konzentration normalerweise niedrig, doch bei einer Entzündung schütten die neutrophilen Abwehrzellen bis zum 200-Fachen aus [1, 5]. Der Körper setzt Lactoferrin also gezielt dort ein, wo Abwehr gebraucht wird und ist damit an genau den Stellen präsent, an denen das Immunsystem mit Bakterien, Viren und anderen potenziellen Erregern in Kontakt kommt.
Welche Funktionen hat Lactoferrin im Körper?

Lactoferrin und Eisenstoffwechsel: Eisen dorthin bringen, wo es gebraucht wird
Viele Menschen kennen das Problem: Es besteht ein Eisenmangel, sie nehmen Eisentabletten, der Magen rebelliert, und der Eisenwert steigt kaum. Der Grund liegt oft in einer stillen Entzündung. Sobald das Immunsystem aktiv ist, versteht der Körper das als mögliche Infektion, und weil Bakterien Eisen brauchen, sperrt er es weg. Das Signal dafür ist Interleukin-6, das die Leber zur Ausschüttung von Hepcidin bringt, und Hepcidin schließt die Eisentüren im Darm und in den Speichern [6].
Lactoferrin greift genau dort ein. Es senkt Interleukin-6, dadurch sinkt Hepcidin, die Türen gehen wieder auf, und das vorhandene Eisen fließt dorthin, wo es hingehört. Lactoferrin liefert dabei kaum selbst Eisen. Es sorgt dafür, dass der Körper sein eigenes Eisen wieder richtig nutzt [7].
Lactoferrin und das Immunsystem: Bakterien und Viren abwehren
Lactoferrin greift Bakterien auf mehreren Wegen gleichzeitig an. Es entzieht ihnen das Eisen, das sie zum Wachsen brauchen. Es reißt mit seinem positiv geladenen Ende Löcher in die Hülle von Darmkeimen wie E. coli und Salmonellen. Und es verhindert, dass sich Bakterien als Biofilm an Schleimhäuten festsetzen [8].
Bei Viren blockiert es die Andockstellen auf den Körperzellen, an denen das Virus sonst andocken würde, unter anderem bei Erkältungs-, Grippe-, Rota- und Noroviren [9]. Und es unterscheidet dabei zwischen Freund und Feind: Bifidobakterien und Milchsäurebakterien wachsen unter Lactoferrin sogar besser [10].
Lactoferrin und Entzündungen: Die Entzündung bremsen
Der dritte Wirkbereich betrifft die Regulation von Entzündungsprozessen, die eng mit der Aktivität des Immunsystems verbunden sind. Lactoferrin senkt die Entzündungsbotenstoffe Interleukin-6 und TNF-alpha und bremst den zentralen Entzündungsschalter NF-κB [11]. Eine Metaanalyse fand bei Erwachsenen einen deutlichen Rückgang von Interleukin-6, während sich beim Entzündungsmarker CRP kein signifikanter Unterschied zeigte [12]. Der Effekt ist also real, aber nicht in jedem Messwert sichtbar.
Lactoferrin aus Kuhmilch: Wie wird das Protein gewonnen?

Kuhmilch enthält von Natur aus nur einen Bruchteil des Lactoferrins der Muttermilch, und das Wenige geht bei der üblichen Erhitzung weitgehend verloren. Lactoferrin trinkt man also nicht, man gewinnt das Protein gezielt aus der Milch. Dafür wird es aus Magermilch oder Molke schonend abgetrennt, ohne Hitze und ohne Säure, weil beides die räumliche Faltung des Moleküls zerstört und damit die Wirkung.
Dass ausgerechnet Kuhmilch die Quelle ist, hat einen einfachen Grund: Sie steht in großer Menge zur Verfügung, und ihr Lactoferrin ist dem menschlichen so ähnlich, dass es an denselben Rezeptor passt [3].
Qualität: Woran erkennt man hochwertiges Lactoferrin?
Entscheidend für die Qualität ist unter anderem, dass das Protein seine native Struktur behält. Lactoferrin wirkt, indem es an Rezeptoren auf menschlichen Zellen andockt. Genau an dieser Bindungsstelle setzen sich aber auch Lipopolysaccharide fest, kurz LPS. Das sind Bruchstücke aus der Hülle von Darmbakterien, die in Rohmilch vorkommen und bei nachlässiger Verarbeitung im fertigen Pulver landen [13]. Wie viele Bakterien mit der Rohware in Kontakt kommen, hängt unter anderem von Frische, Transportwegen und Verarbeitung ab.

Ein unabhängiger Labortest mehrerer Handelsprodukte fand dabei große Unterschiede: Nur zwei der untersuchten Präparate hatten keinen nachweisbaren Endotoxingehalt, die meisten waren zum Teil um ein Vielfaches belastet [14]. Entscheidend ist deshalb, woher die Milch kommt und wie schnell sie verarbeitet wird. Je frischer und je kürzer der Weg, desto weniger Bakterien, desto weniger LPS.
- Tagesfrische Rohware aus der Region: Je länger Milch unterwegs ist, desto mehr Zeit haben Bakterien, sich zu vermehren.
- Kontrolle über die gesamte Prozesskette: Nur wer den Weg von der Kuh bis zum fertigen Pulver selbst steuert, kann jeden Schritt auf Reinheit optimieren.
- Schonende Gewinnung: Als empfindliches Protein reagiert Lactoferrin auf die Verarbeitung. Eine schonende Gewinnung ohne starke Hitze, ohne Säure und ohne Lauge trägt dazu bei, seine native Faltung zu erhalten.
- Zwei Messmethoden statt einer: Die Kombination aus HPLC und Heparin-Affinitätschromatographie gilt als Goldstandard für Gehalt und Reinheit [15].
Lactoferrin-Einnahme: Wie viel, wann und für wen?
Die folgenden Angaben beruhen auf den zitierten Studien und auf langjähriger Praxiserfahrung in der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie.
- Allgemeines Wohlbefinden: 400 bis 600 mg pro Tag
Untergrenze für einen spürbaren Effekt. - Eisenhaushalt, Regeneration, Haut und Haare: 1.200 mg pro Tag
Der Bereich, in dem die meisten Studien liegen. - Akuter Infekt, Darmprobleme und erhöhte Entzündungswerte: 3.000 mg pro Tag
Bis zur Besserung, anschließend zurück auf die Erhaltungsmenge. - Einnahme: nüchtern oder zwischen den Mahlzeiten
Nicht zusammen mit einer großen Mahlzeit einnehmen.
Ein Überdosieren ist kaum möglich: Lactoferrin ist ein natürlich vorkommendes Protein, das der Körper wie andere Eiweiße verdauen kann. Auch 3 Gramm täglich über ein ganzes Jahr blieben in Studien ohne Nebenwirkungen [16]. Geprüft wurde es zudem bei den empfindlichsten Menschen überhaupt: bei Schwangeren, bei Frühgeborenen unter 1.500 Gramm und bei Säuglingen ab dem ersten Lebenstag, ohne dass ernsthafte Nebenwirkungen auftraten [17, 18].
Vor dem Start lohnt sich ein Blutbild mit Ferritin, Hämoglobin, Transferrinsättigung und hs-CRP. Dann sieht man, wo man steht und ob eine Entzündung mitspielt.
Welche Rolle spielt Lactoferrin in verschiedenen Lebensphasen?
- Säugling
Das Kolostrum liefert Lactoferrin in Grammmengen. Der Säuglingsdarm hat eigene Andockstellen dafür, es kommt unverdaut an und wird sogar ins Blut aufgenommen [3]. Es hemmt Erreger und unterstützt gleichzeitig Bifidobakterien, die am Aufbau der frühen Darmflora beteiligt sind [10]. - Flaschenkind
Kuhmilch enthält nur wenig Lactoferrin, und ein Teil davon geht bei der Herstellung von Säuglingsnahrung durch Hitze verloren. In Studien hatten Kinder mit Lactoferrin-Zusatz weniger Atemwegs- und Durchfallerkrankungen [20]. - Nach dem Abstillen
Zwischen dem sechsten Monat und dem dritten Geburtstag ist Eisenmangel weltweit der häufigste Nährstoffmangel. Gleichzeitig ist dies eine wichtige Phase für die Entwicklung des Gehirns. - Kindergarten und Schule
In Kindergarten und Schule ist das Immunsystem durch den regelmäßigen Kontakt mit unterschiedlichen Erregern immer wieder gefordert. Infekte gehen mit Entzündungsprozessen einher, die wiederum Einfluss auf den Eisenstoffwechsel haben können. - Frauen im gebärfähigen Alter
Durch die Monatsblutung verliert der Körper regelmäßig Eisen. Gerade im Hinblick auf eine mögliche Schwangerschaft spielen ausreichend gefüllte Eisenspeicher eine wichtige Rolle. - Erwachsene und ältere Menschen
Die körpereigene Lactoferrin-Produktion nimmt mit dem Alter ab [4]. Gleichzeitig verändern sich Prozesse des Immunsystems und chronische, niedriggradige Entzündungen gewinnen mit zunehmendem Alter an Bedeutung [21].
Häufige Fragen
Ist Lactoferrin dasselbe wie Kolostrum?
Nein. Kolostrum ist die erste Milch nach der Geburt und enthält neben Lactoferrin viele weitere Stoffe. Ein Kolostrumpulver liefert deshalb nur einen Bruchteil der Lactoferrinmenge, die ein reines Präparat enthält, und der Gehalt schwankt stark.
Welche Rolle spielt Lactoferrin für das Immunsystem?
Lactoferrin wird in der Forschung aufgrund seiner vielfältigen Funktionen im Immunsystem untersucht. Es kommt unter anderem in Muttermilch, Tränenflüssigkeit, Speichel und Schleimhäuten vor und ist damit an vielen Grenzflächen des Körpers präsent. Studien beschäftigen sich unter anderem mit seinem Zusammenspiel mit Eisen, Mikroorganismen und Entzündungsprozessen [3, 5, 11, 12].
Vertragen Lactoferrin Menschen mit Laktoseintoleranz?
In der Regel ja. Lactoferrin ist ein Protein und enthält praktisch keinen Milchzucker. Wer auf Milcheiweiß allergisch reagiert, sollte es dagegen meiden.
Wie viel Lactoferrin nimmt man täglich ein?
In Studien wird Lactoferrin in unterschiedlichen Dosierungen untersucht. Häufig finden sich dabei Mengen im Bereich von 100 bis 400 mg Lactoferrin pro Tag. Die Wirksamkeit von Lactoferrin kann je nach Anwendungsgebiet variieren. Our Hero Lactoferrin enthält 400 mg Lactoferrin pro Kapsel und liegt damit am oberen Ende dieses häufig untersuchten Bereichs.
Kann man Lactoferrin zusammen mit Eisen einnehmen?
Sinnvoller ist es, zuerst Lactoferrin allein zu geben und den Eisenwert nach acht bis zwölf Wochen erneut zu messen. Bei einer schweren Blutarmut entscheidet die Ärztin über eine zusätzliche Eisengabe. Lactoferrin sollte dabei nicht als Ersatz für eine ärztlich empfohlene Behandlung bei Eisenmangel eingesetzt werden.
Wirkt Lactoferrin sofort?
Bei akuten Magen-Darm-Beschwerden oft innerhalb weniger Tage. Beim Eisenhaushalt braucht es Wochen bis Monate, weil sich Speicher nicht über Nacht füllen.
Ist Lactoferrin für Schwangere geeignet?
Lactoferrin wurde in mehreren Studien bei Schwangeren geprüft, ohne dass ernsthafte Nebenwirkungen auftraten [17]. Die Einnahme sollte trotzdem mit der betreuenden Ärztin oder Hebamme abgestimmt werden.
Literatur
1. Baker EN, Baker HM. A structural framework for understanding the multifunctional character of lactoferrin. Biochimie. 2009;91(1):3–10.
2. Rai D, Adelman AS, Zhuang W, Rai GP, Boettcher J, Lönnerdal B. Longitudinal changes in lactoferrin concentrations in human milk: a global systematic review. Crit Rev Food Sci Nutr. 2014;54(12):1539–1547.
3. Lönnerdal B. Bioactive proteins in human milk: health, nutrition, and implications for infant formulas. J Pediatr. 2016;173(Suppl):S4–S9.
4. Kozu T, Iinuma G, Ohashi Y, et al. Effect of orally administered bovine lactoferrin on the growth of adenomatous colorectal polyps in a randomized, placebo-controlled clinical trial. Cancer Prev Res. 2009;2(11):975–983.
5. Ward PP, Paz E, Conneely OM. Multifunctional roles of lactoferrin: a critical overview. Cell Mol Life Sci. 2005;62(22):2540–2548.
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9. Wakabayashi H, Oda H, Yamauchi K, Abe F. Lactoferrin for prevention of common viral infections. J Infect Chemother. 2014;20(11):666–671.
10. Oda H, Wakabayashi H, Yamauchi K, Abe F. Lactoferrin and bifidobacteria. Biometals. 2014;27(5):915–922.
11. Actor JK, Hwang SA, Kruzel ML. Lactoferrin as a natural immune modulator. Curr Pharm Des. 2009;15(17):1956–1973.
12. Berthon BS, Williams LM, Williams EJ, Wood LG. Effect of lactoferrin supplementation on inflammation, immune function, and prevention of respiratory tract infections in humans: a systematic review and meta-analysis. Adv Nutr. 2022;13(5):1799–1819.
13. Wakabayashi H, Yamauchi K, Abe F. Quality control of commercial bovine lactoferrin. Biometals. 2018;31(3):313–319.
14. Lönnerdal B, Du X, Jiang R. Biological activities of commercial bovine lactoferrin sources. Biochem Cell Biol. 2021;99(1):35–46.
15. Zhang Y, Lou F, Wu W, Dong X, Ren J, Shen Q. Determination of bovine lactoferrin in food by HPLC with a heparin affinity column for sample preparation. J AOAC Int. 2017;100(1):133–138.
16. Tomita M, Wakabayashi H, Shin K, Yamauchi K, Yaeshima T, Iwatsuki K. Twenty-five years of research on bovine lactoferrin applications. Biochimie. 2009;91(1):52–57.
17. Pammi M, Suresh G. Enteral lactoferrin supplementation for prevention of sepsis and necrotizing enterocolitis in preterm infants. Cochrane Database Syst Rev. 2020;(3):CD007137.
18. EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies. Scientific opinion on bovine lactoferrin. EFSA Journal. 2012;10(5):2701.
19. Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel.
20. King JC Jr, Cummings GE, Guo N, et al. A double-blind, placebo-controlled, pilot study of bovine lactoferrin supplementation in bottle-fed infants. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2007;44(2):245–251.
21. Furman D, Campisi J, Verdin E, et al. Chronic inflammation in the etiology of disease across the life span. Nat Med. 2019;25(12):1822–1832.



