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Little Friends Bifidobakterien: Wissenschaft trifft Wirkung

Wissenschaft
12
min

Was sind Bifidobakterien und warum sind sie so wichtig für unsere Gesundheit? In diesem Artikel beleuchten wir ihre Rolle in der Darmflora, erklären das Darmmikrobiom, seine Bedeutung fürs Immunsystem und zeigen, wie Probiotika als Supplement sinnvoll unterstützen können.

Darum geht's
Little Friends

Darmbakterien - kleine Helfer mit großer Wirkung

Der menschliche Darm ist der am dichtesten besiedeltste Ort der Welt. Diesen Satz muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, um die Dimension des eben Gelesenen zu erfassen. Die Gesamtheit der in unserem Darm lebenden Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze nennt man Mikrobiom. Es umfasst mehr Zellen, als der menschliche Körper besitzt, obwohl es rein von der Masse her nur einen kleinsten Prozentsatz einnimmt. Angesichts dieser Zahlen ist es wenig verwunderlich, wie sehr sich Schwankungen und Veränderungen im Mikrobiom auf den ganzen Körper, aber auch auf unser Verhalten und die Stimmungslage auswirken.

Unsere Darmflora - eine Welt für sich

Jeder Mensch hat eine einzigartige Darmflora, die so persönlich ist wie ein Fingerabdruck. Aber ebenso wie der Fingerabdruck individuell ist, hat der Finger bei allen Menschen ähnliche Aufgaben und so verhält es sich auch bei den Darmbakterien.

Innerhalb des Darms unterstützen synergistische ("gute") Darmbakterien die Verdauung und Nährstoffaufnahme und dienen der Verbesserung der Darmmotilität und -funktion. Das heißt, man kann sich auch noch so gut ernähren, aber ob die Nährstoffe tatsächlich in unserem Körper ankommt, bestimmt die Darmflora. Und viel mehr noch, sind die Darmbakterien daran beteiligt, wie gut sich der Darm bewegt, d.h. wie lange Nahrungsmittel in der Darmpassage verbleiben. Wenn es an dieser Stelle Defizite gibt, macht sich das relativ bald und eindeutig mit entsprechenden Symptomen des Darms bemerkbar.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Abbau von Opioden aus Nahrungsmitteln, denn gewisse Nahrungsmittel wie Getreide (Gliadorphin) und Milch (Casomorphin), die in unserer modernen Welt sehr häufig konsumiert werden, enthalten Morphine, also Substanzen, die langfristig zu erhöhtem Schmerz, neurologischen Störungen und Verdauungsproblemen führen können. So kann der Eindruck entstehen, manche Lebensmittel nicht so gut zu vertragen - ein typisches Thema, welches in heutigen Zeiten fast einen Normalzustand darstellt.

Weniger eindeutig wird es im Bereich der Immunabwehr, denn diese ist ebenso zu 80% im Darm lokalisiert. Hier sorgen die Darmbakterien für die Stärkung der Darmbarriere, was einen Schutz vor Krankheitserregern nach sich zieht. Eine stabile Barriere verhindert das Eindringen von Bakterien und Viren schon ab der ersten Verteidigungslinie des Immunsystems und sorgt dafür, dass es gar nicht erst so weit kommt, dass das Immunsystem aktiv werden muss.

Darmbakterien produzieren zudem viel gesundheitsrelevante Substanzen und synthetisieren Vitamine und Hormone, wie beispielsweise Vitamin B12 oder auch unser Wohlfühlhormon Serotonin. Wenn auf dieser Ebene Mängel entstehen, wird es schon deutlich schwieriger, diese ursächlich den Darmbakterien zuzuordnen und doch kann es Stimmung und Wohlbefinden maßgeblich beeinträchtigen.

Und es geht noch über den Darm hinaus: Unser Mikrobiom unterstützt generell das Immunsystem, beeinflusst die Funktion von Gehirn, Leber, Nieren, Haut und Vaginaltrakt und beeinflusst die zirkulierenden Blutfette. 

Ein Blick auf die Vielfalt dieser Aufgaben liefert viele gute Gründe, dafür zu sorgen, dass sich Darmbakterien, unsere kleinen Helfer, wohlfühlen, dass sie gut genährt werden und im richtigen Verhältnis wachsen und gedeihen. Denn dann sind wir als Superorganismus Mensch in unserer Vielfalt bestens für alle Herausforderungen gewappnet, die das Leben bietet.

Eine komplexe Gesellschaft - unser Mikrobiom und wir mittendrin

Unser Darmmikrobiom ist sehr komplex und vielleicht werden wir nie alle Zusammenhänge von tausenden verschiedenen Arten verstehen. Eines haben aber alle Familien an symbiontischen ("guten") Darmbakterien gemeinsam: Ihre Vorliebe für eine saure Umgebung. Jeder hat schon einmal vom Säureschutzmantel gehört, der die Haut umgibt und das Wachstum von schädlichen Bakterien hemmt. Auch das Darmmilieu sollte im Verlauf immer saurer werden.

Durch unsere moderne Lebensweise mit vielen Kohlenhydraten und Stress zeigt sich bei fast allen Menschen in Industrieländern ein zu basisches Darmmilieu. In anderen Worten heißt das, es würde fast jeder von einem etwas saureren Darm profitieren. Der Teil unseres Mikrobioms, der für die Ansäuerung des Darms verantwortlich ist, wird Säuerungsflora genannt. Die beiden mit Abstand prominentesten Vertreter sind die Lactobazillen, welche Milchsäure zur Ansäuerung produzieren und die Bifidobakterien, die zusätzlich zur Milchsäure, die deutlich wirksamere Essigsäure produzieren. 

Bifidobakterien - Essigsäure macht den großen Unterschied 

Bifidobakterien gehören zu den „guten“ Darmbakterien, die eng mit unserem Immunsystem verknüpft sind. Sie produzieren organische Säuren (z. B. Essigsäure), die die Darmflora positiv beeinflussen und das Wachstum unerwünschter Keime hemmen. Durch eine ausgewogene Bifidobakterien-Population kann die Darmflora stabilisiert und die Abwehr gestärkt werden.

Essigsäure wirkt nicht nur antimikrobiell gegen potentiell gefährliche Bakterien (Pathogene), sondern verbessert die Darmbewegung (Motilität) sowie die Barrierefunktion der Darmwand, wirkt entzündungshemmend und reguliert sanft den Blutzucker über die Aktivierung von GLP-1. 

Diese positiven Eigenschaften auf die Darmflora, Immunabwehr und sogar das Gewichtsmanagement machen Bifidobakterien zu einer großartigen Chance für mehr Wohlbefinden. Aber Vorsicht: Im Laufe des Lebens nimmt ihr Anteil im Darm natürlicherweise drastisch ab. Fehlen Bifidobakterien, kann das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht geraten.

Probiotika als Supplement

Probiotika im Allgemeinen, die guten Darmbakterien, werden nach Gattung, Art und Stamm unterschieden. Die häufigsten Arten sind Bifidobakterien und Laktobazillen. Die biologischen Wirkungen von Probiotika sind stammspezifisch. Die Sicherheit und die klinischen Auswirkungen eines Stammes können jedoch nicht ohne Weiteres auf einen anderen Stamm übertragen werden.

Immer mehr wissenschaftliche Beweise weisen auf die überlegenen gesundheitlichen Eigenschaften von Probiotika menschlichen Ursprungs hin - human-residential bifidobacteria (HRB) on human host.

Daher ist es wichtig, einen probiotischen Stamm menschlichen Ursprungs auszuwählen, der eine hohe Überlebensrate aufweist und über klinisch dokumentierte Sicherheitsdaten und getestete Auswirkungen auf die Gesundheit verfügt.

Zudem ist es an dieser Stelle wichtig zu betonen: Bei Probiotika kann die effektive Dosis große Unterschiede aufweisen. Mehr hilft bei Probiotika nicht immer mehr.

Eine gute und sinnvolle Supplementierung gepaart mit einer gesunden Lebensweise führt dazu, dass sich unsere kleinen Freunde optimal entwickeln können - mit maximaler Wirkung auf uns und unser Wohlbefinden.

Literatur

Yatsunenko T, et al. Human gut microbiome viewed across age and geography. Nature. 2012;486(7402):222–227.

Louis P, Flint HJ. Formation of propionate and butyrate by the human colonic microbiota. Environ Microbiol. 2017;19(1):29–41.

Facchin S, et al. Short-Chain Fatty Acids and Human Health. Life (Basel). 2024;14(5):559.

Hasan N, Yang H. Factors affecting the composition of the gut microbiota, and its modulation. PeerJ. 2019.

Wong CB, Odamaki T, Xiao JZ. Human-Residential Bifidobacteria (HRB). FEMS Microbiol Rev. 2020;44(3):369–385.

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